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Wir stehen heute gegen 7:00 Uhr auf. Huch, das ist etwas knapp kalkuliert, denn um 8:00 Uhr werden wir schon von Living Desert für unsere "Little Five Tour" abgeholt. Doch vorher gibt es noch ein leckeres Frühstück. Auch im gemütlichen Frühstücksraum dominieren die niedlichen Perlhühner als Deko in jeder Form.

Pünktlich holt uns GRANT von Living Desert vor dem Haus ab. Wir sammeln noch weitere Gäste ein und sind dann eine muntere und homogene Gruppe von ACHT. KEVIN ist unser Guide für diese Tour. Wir fahren in den Dorob Nationalpark.

Zuerst gibt uns Kevin viele Informationen zu dem (empfindlichen) Leben in der Wüste und wie es vor 10 Jahren zur Gründung des Nationlparks kam. Wir bekommen genaue Verhaltensregeln um möglichst wenig in diesem fragilen Lebensraum zu zerstören. Oberstes Gebot, nur im Gänsemarsch vorwärts bewegen.

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Kevin und Grant halten Ausschau nach winzigen Spuren im Sand, die auf die kleinen Bewohner hinweisen. Hier zum Beispiel würde man kein Tier unter dem Sand vermuten. Kevin gräbt ein wenig und legt einen Gang frei.

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Zum Vorschein kommt dann dieser entzückende kleine Palmato Gecko.

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Er hat eine pergamentartige Haut. Sie ist so dünn, dass man sogar die Blutgefäße sehen kann. Daher ist es nicht verwunderlich, dass er nachtaktiv ist. Unser Guide achtet stets darauf, dass er den Winzling nur kurz ans Tageslicht holt und ihm Schatten spendet damit er nicht überhitzt und seine Haut nicht verbrennt. Wir haben die Möglichkeit ihn zu fotografieren, dann wird er zügig wieder in sein Sandloch entlassen.

Die White Lady suchen wir nicht. Diese Spinne benötigt mehrere Tage um ihr unterirdisches Netz neu zu bauen. Aus Tierschutzgründen wird sie nicht mehr ausgegraben. Das ist ganz in unserem Sinne.

Immer wieder halten die Guides und wir Ausschau nach einem Chamäleon. Leider ist die Suche durch den Sandsturm der letzten Tage sehr erschwert. Wir können keines ausfindig machen.

Doch wir entdecken mehrere Wüsteneidechsen. Sie sind blitzschnell, halten aber einmal inne um einen dargereichten Mehlwurm zu verspeisen.

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Und wieder geht die Fahrt weiter durch die Wüste.

Mit einem Einwohner der Wüste macht im Laufe der Reise wohl jeder Bekanntschaft. Es ist der Nebeltrinker-Käfer oder auch Tok-Tokkie genannt. Insgesamt gibt es in Nambia rund 200 Arten von ihnen. In der Namib findet sich häufig der nebelbadende Käfer (Onymacris unguicularis). Wir finden viele von ihnen auf dieser Tour und auch im weiteren Reiseverlauf.

Sobald es neblig wird, stellt sich der kleine schwarze Kerl hin und streckt sein Hinterteil in Richtung Himmel. Dabei sammelt sich dann der Nebel in Form von kleinen Wassertröpfen an seinen Beinen und an seinem Hinterleib und läuft ihm geradewegs ins Maul. Ernähren tun diese Gesellen sich von durch den Wind herbeigewehtem Pflanzenmaterial, auch Käfermüsli genannt.

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Zwischen diesen Dickblattsträuchern verbirgt sich noch ein anderes Tier, eine Sandviper. Kevin hat sie für uns ausfindig gemacht. Sie ist so gut getarnt, wir hätten sie niemals entdeckt. Respektvoll halten wir Abstand. Sie ist kleiner als ich vermutet habe, aber ziemlich giftig.

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Als nächstes gräbt Kevin eine beinlose Eidechse – eine Fitzsimons Burrowing Skink – aus dem Sand aus. Er wusste anscheinend genau, wo er suchen muss. Wie er das macht, ist uns ein Rätsel. Das Tier, welches fast wie eine Halskette schimmert, ist vollkommen ungefährlich, und wir dürften es alle mal kurz in die Handfläche nehmen und betrachten. Die beinlose Echse fühlt sich glatt an und besitzt die Fähigkeit, durch den Wüstensand zu schwimmen. Kaum hat Kevin sie wieder abgesetzt, hatte sie sich in nullkommanichts im Sand eingegraben und war verschwunden.

Wir fahren tiefer hinein in die Dünen und halten irgendwann wieder an. Kevin deutet auf den Sand, der überall von schwarzen Partikeln durchzogen ist und daher dunkel schimmert. Schaut aus wie Verschmutzung, in Wirklichkeit handelt es sich dabei aber um unglaublich viele Eisenteilchen. Mit einem großen Magneten wird uns demonstriert, wie tausende dieser Teilchen daran hängen bleiben. Nachher sieht der Magnet fast wie eine Bürste aus.

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Mir hüpft noch dieser gefiederte Wüstenbewohner, ein Namibschmätzer (tractrac chat), vor die Linse ...

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... letzter Stopp ist auf einer Düne, von der wir einen tollen Blick auf die faszinierende Dünenlandschaft haben.

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Um 13:30 Uhr bringt uns Grant zurück nach Swakopmund. Das war ein spannender und sehr informativer Vormittag. Wir können jetzt wirklich sagen: Die Wüste lebt.

Kommentare   

# Didi 2019-12-17 14:24
Hi Sonja und Axel,

den Fotogenen Lurchi sieht man auch immer auf der Tour - ihr habt ihn aber genial eingefangen! Das wäre eine Tour nach meinem Geschmack - ich liebe diese Krabbeltiere und Schlangen auch!
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# Trakki 2019-12-17 17:14
Hi Didi,
der kleine Kerl war wirklich zu süß und die besten Fotos sind tatsächlich mit dem Handy entstanden. damit konnte man am besten nah heran :lol:
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