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Wir stehen heute schon um 6:00 Uhr auf, um die Chance zu haben im beliebten Wohnmobilgarten auf dem Weingut Oster Franzen in Bremm einen Stellplatz zu bekommen. Es ist noch etwas bewölkt, soll aber wieder schön werden. Wir frühstücken und packen dann flott zusammen. Wir müssen noch entsorgen.

Wir checken aus und zahlen 54.50 Euro für die zwei Tage. Es hat uns hier gefallen. Ein empfehlenswerten Campingplatz, um Cochem und Umgebung zu erkunden.

Den knapp hundert Kilometer langen Abschnitt der Untermosel, zwischen Pünderich und Koblenz nennt man Terrassenmosel. Das Moseltal ist hier sehr eng und der Fluss gräbt sich tief in die Schieferfelsen ein. Der Wein wird in kleinteiligen, terrassierten Steillagen angebaut. Die Bewirtschaftung ist aufwendig - fast alles ist hier Handarbeit.

Wir fahren entlang der steilen Weinberge. Die Ernte hat vielerorts schon begonnen. Der Calmont, zwischen Ediger-Eller und Bremm, ist mit seiner über 65 Grad Neigung der steilste Weinberg Europas. Der in einem Bogen verlaufende Hang wirkt wie ein Hohlspiegel. Das Schiefergestein speichert tagsüber die Wärme und gibt sie nachts wieder ab. Das Mikroklima ist ideal für den Weinbau.

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Diesen steilen Weinberg wollen wir uns noch genauer anschauen, doch zuerst geht es zum Wohnmobilgarten. Der Stellplatz ist im Augenblick noch voll. Da man hier nur höchstens drei Tage bleiben darf, ist unsere Hoffnung groß, dass jemand heute abreist. Wir stellen uns in Warteposition und ich erkunde den Platz schon einmal zu Fuß. Hierbei entdecke ich zwei Parteien die sich abreisefertig machen. Gut, dass wir so früh da sind. So langsam trudeln noch mehr Wohnmobile ein und müssen sich hinter uns einreihen.

Wir können im Pfirsichgarten P2 einen schönen Stellplatz ergattern. Hier ist es wirklich toll. Man hat fast so viel Platz wie auf einem Campingplatz - alles ist sehr gepflegt und perfekt organisiert, die Sanitäranlagen super und eine Weinprobe kann man hier gleich auch noch machen. (@Gabi&Werner: Lieben Dank für den tollen Tipp)

Wir richten uns ein. Anmelden und bezahlen muss man um 18:00 Uhr. 16 Euro / Nacht + 50 Cent pro Hund und 50 Cent für Strom (0,83 Kw/h) dazu 2 x 50 Cent für 6 Min. Dusche. BARZAHLUNG! Man sollte jede Menge 50 Centstücke parat haben, kann aber auch beim Weingut wechseln.

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Bäcker und Dorfladen sind ca. 300 Meter entfernt. Ich hole noch Brötchen und Baguette. Nach einer Vesperpause machen wir uns wanderfertig. Ständig kommen neue Womos an und suchen nach einem Stellplatz. Da haben wir Glück gehabt.

Direkt hinter dem Wohnmobilgarten kann die Wanderung zum Calmont Gipfelkreuz beginnen. Man läuft auf einem Teil des gut ausgeschilderten Moselsteigs hoch auf das Plateau des Calmont. Kurz nach 12:00 Uhr laufen wir los. Frodo darf teilweise ohne Leine die Gegend erkunden und Pina ist in ihrem Wanderrucksack auf meinem Rücken. Es ist sommerlich warm und wir sind froh über den Schatten im Wald. Bis zur Kapelle geht es entlang eines Kreuzweges.

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Oben am Gipfelkreuz hat man eine ganz nette Aussicht auf die Moselschleife und kann bis nach Bremm (man sieht sogar den Stellplatz oben links) und zu den steilen Weinbergen des Calmont schauen.

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Wir laufen noch weiter bis zum Vierseenblick und machen uns dann auf den Rückweg. Es ist zwischenzeitlich stark bewölkt und sieht gewittrig aus. Doch die Wolken verziehen sich wieder. Nach insgesamt vier Stunden sind wir wieder am Wohnmobil und genießen noch ein wenig die Sonne.

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Um 18:00 Uhr checken wir ein und zahlen 34 Euro in bar für zwei Nächte. Da gibt es nichts zu meckern für so einen komfortablen Stellplatz.

Wir machen auch gleich noch eine Weinprobe und versuchen uns mal am Weißwein. Doch als bekennende Rotweintrinker bleiben wir dann doch beim trockenen "Regent von 2019". Davon nehmen wir uns auch ein Kistchen mit.

Abends grillen wir. Dazu gibt es das frische Baguette und Salat. Wir können noch lange draußen sitzen.

Gefahrene Kilometer: 28
Fazit: Weinprobe direkt beim Stellplatz - das hat schon was wink

 

3) 22.09.2020: Cochem mit Reichsburg Zum Anfang 5) 24.09.2020: Calmont-Höhenweg und Mosel-Radweg

Kommentare   

# Gabi 2020-11-25 17:37
Guten Abend Sonja & Axel,
das extrem neblige & feuchte Wetter hat bei mir heute die Sehnsucht nach Urlaub und Sonne geweckt und da seid Ihr Zwei mir eingefallen und ich bin bei Eurem Moselbericht gelandet. Bei einer Tasse Tee schmöckere ich jetzt durch Euren Bericht und bin in Gedanken gerade an der Mosel unterwegs. Es freut mich zu lesen dass unsere Tips hilfreich waren. Vielen Dank dass Ihr mir diesen grauen Novembertag mit Eurem Bericht versüßt.
Liebe Grüße Gabi
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# Trakki 2020-11-26 14:03
Liebe Gabi,
oh ja, bei dem grauen Novemberwetter bekommt man Fernweh. Wie schön, dass ich dir diesen Tag versüßen konnte. Eure Moseltipps waren sehr hilfreich auf der Tour. Ganz lieben Dank noch einmal dafür.
Ganz liebe Grüße
Sonja&Axel
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