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"Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung."

(Antoine de Saint-Exupéry,1900-1944)

Wie ich schon anfangs geschrieben hatte, sind wir keine Korsika-Neulinge. Als Familienurlaub an einem Ort (Ghisonaccia), taktisch günstig auf der Mitte der Ostküste gelegen, auf einem Campingplatz mit herrlichem Strand (Marina d'Erba Rossa) teils im Eurocamp-Zelt, teils in kleinen Hütten hatten wir Korsika schon 25 Mal erlebt. Von dort aus hatten wir die Insel in Tagesausflügen, Wanderungen und Radtouren kreuz und quer erkundet. Anfangs waren die Straßen noch sehr eng und schlecht ausgebaut, so dass jeder Ausflug mit unserem VW-Bus zum Abenteuer wurde. Inzwischen sind ja fast alle Straßen sogar mit dem Wohnmobil recht gut zu befahren.

Eigentlich hatten wir immer davon geträumt, an den schönen Orten der Insel etwas länger verweilen zu können, und so war es nur logisch, dass wir uns jetzt als stolze Wohnmobil-Besitzer endlich einmal eine Inselumrundung von Highlight zu Highlight vorgenommen hatten. Um es vorweg zu sagen: Dieses Leben im "Vagabunden-Modus" mit fast täglichem Wechsel des Standortes hat uns auch auf dieser Insel so gut gefallen, dass uns die entspannte Abschlusswoche an unserem angestammten Camping-Strand fast ein bisschen farblos vorgekommen ist - alles hat eben seine Zeit.

Die Reiseroute hatte ich von Bastia aus gegen den Uhrzeigersinn, also auf der Wasserseite, geplant. Das hatte einmal den Vorteil, dass ich unverstellt in die herrliche Buchten sehen und fotografieren konnte. Außerdem war es dem Driver angenehmer, nicht immer mit der Dachkante nah an den überhängenden Felsen einlangzirkeln zu müssen, wenn er auch dafür öfter mit seiner Höhenangst zu kämpfen hatte.

Dass wir uns kurzfristig entschlossen hatten, den engsten Küstenabschnitt bei Galéria zu umgehen, und den Umweg über Corte genommen haben, haben wir nicht bereut, da wir so die Universitätsstadt Corte und die tolle Wanderung zu den Cascades des Anglais mitnehmen konnten.

Das Camperleben auf Korsika ist um diese Jahreszeit grundsätzlich recht angenehm. Die Temperaturen halten sich noch im Rahmen, so dass wir erst in den letzten Tagen etwas unter der Mittagshitze zu leiden hatten. Das Meer hat angenehme Badetemperatur. Die Campingplätze, die wir angelaufen haben, waren durchweg schön angelegt, hatten saubere Sanitäranlagen und wir wurden eigentlich überall sehr freundlich empfangen. Platz war um diese Jahreszeit immer vorhanden. Die Preise hielten sich meist auch im Rahmen (mit Ausnahme der Homair-Plätze in Saint-Florent und Ghisonaccia).

Die Vorräte kann man in den großen Supermärkten "E.Leclerc", "Super-U" und "Geant-Casino" sehr gut auffüllen, wobei die Preise schon etwas höher ausfallen als zuhause. Dort bekamen wir auch unsere unvermeidlichen korsischen Wurst- und Schinkenspezialitäten (Salciccia, Coppa und Lonzu), unser Lieblings-Bier (Pietra) und unseren Lieblings-Rotwein (Réserve du Président, Cuvée historique).

Für eventuelle Nachahmer unserer Tour habe ich hier wieder einige technische Fakten, unsere Lieblings-Campgrounds, die Top-Highlights und Erlebnisse zusammengestellt, die uns besonders berührt haben:

 

ÜBERFAHRT:

Savona - Bastia - Hirtshals

Direkt bei Corsica Ferries gebucht.

Kosten: 337 Euro

 

CAMPINGPLÄTZE:

Ohne Vorbuchung (15 Nächte):

Kosten: 432 Euro (Ø 29 Euro/Nacht)

Ghisonaccia (Marina d'Erba Rossa):

Direkt bei Homair Vacances gebucht (7 Nächte)

Kosten: 299 Euro (43 Euro/Nacht)

 

SPRITKOSTEN:

Insgesamt gefahren: 3780 km

Kosten: 644 Euro

 

Unsere TOP 5 Campingplätze:

1. Camping U Ponte Grossu am Solenzara

2. Camping des Îles bei Bonifacio

3. Camping Dolce Vita in Calvi

4. La Rondinara Camping

5. Camping Plage d'Arone bei Piana

 

Unsere TOP 5 Highlights:

1. Bonifacio

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2. Die Calanche

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3. Calvi

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4. La Rondinara

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5. Die wunderschönen Buchten der Westküste

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  • 4_Tag_Fahrt15

 

Entspannte Stunden und magische Momente:

1. Auf der Nachtfähre nach Bastia

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  • 3_Tag_Faehre1

2. Morgens am Col de Bavella

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3. Abends in Centuri Port

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  • 3_Tag_Centuri08

4. Sonnenuntergang in Porto

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  • 7_Tag_Abend10

5. Entspannen am Solenzara

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Es ist mir auch bei dieser Reise wieder schwer gefallen, eine Auswahl zu treffen. Korsika, "das Gebirge im Meer", bietet so viele unterschiedliche Aspekte, dass man sich kaum satt sehen kann - und das bei dem angenehmen mediterranen Klima. Die hohen Berge, die teilweise noch Schneekappen trugen, bilden meist den Hintergrund, davor die Mittelgebirgs-Hänge mit ihren ungezählten malerischen Bergdörfern, die Pässe mit ihren bizarren Zinnen, dann "la Plaine", die Kulturlandschaft mit Wein- und Obstanbau und schließlich die Küste mit ihren steilen Felsformationen und traumhaften einsamen Buchten im Westen und den langen breiten Sandstränden im Osten.

Nicht zu vergessen die Orte und Städte vom verträumten Fischerdorf Centuri Port über die Universitätsstadt Corte in den Bergen bis hin zum unvergleichlichen Bonifacio mit seiner Citadelle, den hübschen Altstadt-Gässchen und dem atemberaubenden Naturhafen, um nur einige zu nennen.

Aufgrund unserer frühen Reisezeit durften wir die wasserreiche Insel grün und die Natur in voller Blüte erleben. Die im Landesinneren allgegenwärtigen Bergflüsse mit ihren runden Steinen und Badegumpen führten noch reichlich Wasser.

Als ausgesprochen entspannend haben wir es empfunden, die Hin- und Rückreise jeweils unterbrechen zu können, wobei uns schon der Zwischenstopp am Vierwaldstätter See einen tollen Start in den Urlaub bescherte und uns auf dem Rückweg die Zeit in unserem Skigebiet bei unseren lieben Freunden vom Gazauner Hof jetzt im Sommer völlig neue Blickwinkel eröffnet hat - im Februar 2020 sind wir ja wieder dort.

Diese Reise war von Anfang bis Ende eine runde Sache und bildete einen wirklich würdigen Abschluss unserer "Korsika-Biographie". Sollte es die Gelegenheit ergeben, werden wir auch auf zukünftigen Mittelmeer-Touren einen Abstecher auf die "Ile de Beauté" - die Insel der Schönheit nicht auslassen.

Ich hoffe, dass es Euch Spaß gemacht hat, uns auf unserer Korsika-Rundreise zu begleiten. Vielleicht hat ja den einen oder anderen das Korsika-Fieber infiziert und dieser Bericht ein paar Impressionen und Anregungen für die eigene Tour-Planung gegeben.

Vielleicht seid ihr ja auch beim nächsten mal wieder dabei, denn im Oktober 2019 geht es nach Namibia

 

Adieu und liebe Grüße

Eure Sonja (alias Trakki) 

 

20) 27.06.2019: Rückfahrt mit Hindernissen Zum Anfang

2019: Die Trakkis in Namibia

 

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