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Wie immer waren wir früh aus den Federn. 6 Uhr klingelt der Wecker und wir haben keine Probleme aufzustehen. Schöne Dusche in den liebevoll, vielleicht etwas kitschig, dekorierten Bädern. Die nette Dame vom Campground klopft und bringt uns eine Dichtung für unseren Wasserschlauch vorbei, er leckt ein wenig. So nett und aufmerksam! Bei der Gelegenheit möchte sie mir auch die Duschräume der "Boys" zeigen. Alles etwas männlicher hier, mit netten Sprüchen und in Blau gehalten. Sie ist wirklich stolz auf ihre Deko!

Leider sieht das Wetter nicht gut aus. Im leichten Regen verabschieden wir uns und fahren durch hügeliges Weideland Richtung Hot Springs.

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Nach einigen Kilometern fällt mir ein, dass ich genau für so nette Damen deutsche gute Schoki mitgenommen habe. Jetzt hätte ich die Gelegenheit gehabt mich mit einer Schokolade zu bedanken und habe es vergessen. Mist aber auch. Zurück fahren wollen wir aber auch nicht. Ok, wir finden sicher noch weitere hilfsbereite Menschen.Vor Hot Springs sehe ich ein großes Schild, welches auf die Wild Horse Sanctuary hinweist. Davon hatte ich in der Zeitschrift "Spirit of the West" vor längerer Zeit gelesen und eigentlich auch geplant dort eine Tour zu machen. Ich hatte aber auch gelesen, dass man sich dafür anmelden muss und wir wußten nicht wann und ob wir Zeit dafür haben würden. So ist es erst einmal in Vergessenheit geraten.

An der Tankstelle erfragten wir uns den Weg (RV-Fütterung hier: 3.45$/Gallone). Die Sanctuary liegt ca. 18 Meilen südlich von Hot Springs. Wir fuhren aufs Geratewohl hin. Von der Hauptstraße ab sind es dann nochmal 2,6 Meilen guter Gravel.

Und wir hatten Glück. Im Office konnten wir für 11 Uhr eine zweistündige Tour zu den Wildpferden buchen. Kosten 95$ für 2 Personen. Hier gibt es tatsächlich schon ab 55 Jahren Seniorenrabatt.

(Weitere Infos: Touren starten um 9 und um 11 Uhr, Adults 50$, Adults 55 and older 45$, Teens (13-18) 15$, Children (6-12) 7.50, Children 5 and under free)

Man kann auch private und längere Touren und Fototouren buchen.

Die in Amerika unerwünschten Wildpferde werden hier geschützt und im Winter auch gefüttert. So sind sie an die Menschen gewöhnt. Die Sanctuary lebt von Spendengeldern und diesen Touren. Wir haben sie gerne unterstützt.

Um 11 Uhr geht es los. Wir fahren in einem kleinen asbach uraltem Bus und außer uns ist nur noch eine texanische Familie mit dabei. Unser Guide ist ein älterer Herr, der für die Wildpferde lebt und sich hier stark engagiert.

Er weiß natürlich unglaublich viel über die Geschichte der Wildpferde und wie ihnen hier geholfen wird zu erzählen. Und dann rumpeln wir los. Wir sind noch garnicht so weit gefahren, da steht auch schon die erste kleine Herde an der Straße.

Wir dürfen aussteigen. Diese hier sind an Menschen gewöhnt und nicht scheu. Sie lassen sich sogar teilweise anfassen. Unser Guide beobachtet uns mit Argusaugen und als die Pferde uns zu dicht kommen pfeift er uns auch wieder zurück. Es sind halt immer noch Wildpferde und sie können sich auch mal untereinander keilen. Da sollte man nicht im Weg stehen. Es ist wunderbar hier!!!

Wir bekommen auch noch weiteren Besuch.


Wir steigen wieder ein und begegnen immer wieder kleinen Herden. Sie haben hier ein Paradies. Wir genießen jede Minute.

Unser Guide zeigt uns noch eine Indianerkultstätte und Petroglyphen.

Nach 2 ausgefüllten Stunden kehren wir zurück und schauen uns noch ein wenig auf dem Gelände um. Sogar eine Krankenstation gibt es hier. Als wir gerade ins Womo einsteigen wollen kommt unser Guide nochmals angerannt. Es schenkt uns einen Kalender der Wild Horse Sanctuary. Er freut sich, dass auch Deutsche hierher finden und interessiert sind.

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